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Aus dem Archiv: 2. Halbjahr 2011 Das Evangelium vom Sonntag: 25. Dezember 2011, Hochfest der Geburt des Herrn, Ev.: Lk 2,15-20 Die Hirten sagten zueinander: Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ. Aus der Sonntagspredigt: ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 18. Dezember 2011, 4. Adventsonntag, Ev.: Lk 1,26-38
Maria sagte: Ich bin die Magd des Herrn; mir
geschehe, wie du gesagt hast. Das zweite Buch Samuel berichtet von der Verheißung Gottes, den Thron Davids für ewige Zeit zu erhalten. Wie kann das sein? Menschen sind nicht ewig. Gott erfüllt sein Wort, indem er seinen Sohn sendet. Gottes Sohn selbst ist es, der sich in den Schoß und die Hände einer menschlichen Mutter begibt, um Davids Thron zu übernehmen. Vor einem Herrscher, der aus dem Himmel kommt, braucht sich niemand zu fürchten, denn es ist offensichtlich, dass sein Motiv wahre Liebe ist. ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 11. Dezember 2011, 3. Adventsonntag, Ev.: Joh 1,6-8.19-28 Johannes sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg des Herrn! Aus der Sonntagspredigt:
Johannes gibt an,
er sei „die Stimme, die in der Wüste ruft“. Der Prophet Jesaja
weissagte, dass ein solcher Rufer dem Messias vorausgehen wird.
Johannes sieht seine Aufgabe darin, den Plan Gottes zu erfüllen ,
indem er seiner Aufgabe nachkommt. Würde einer von uns gefragt: „Wer
bist du?“ Wer würde antworten, dass er der sei, durch den Gott
seinen Plan erfüllen kann? Es drängt sich die adventliche Frage auf,
ob wir uns nicht oft zu wichtig nehmen und dadurch Gott aus den
Augen verlieren. ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 4. Dezember 2011, 2. Adventsonntag, Ev.: Mk 1,1-8
Johannes der Täufer verkündete: Nach mir
kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu
bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren. Ich habe euch nur mit Wasser
getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen. Das Markusevangelium beginnt mit einer Beglaubigung durch die Propheten. Was durch deren Mund vorausgesagt wurde, hat Gott nun erfüllt und seine Ankündigung bewahrheitet. Der Bote ist schon da um den Menschen zu sagen, dass derjenige kommt, der den Heiligen Geist über die ganze Welt ausgießen kann. Derjenige, dessen Schuhband zu lösen die Menschen nicht würdig sind, der sich aber nicht scheut, trotzdem zu diesen Menschen zu kommen. Ja, gerade deswegen, weil die Menschen nicht würdig sind, kommt er, um sie würdig zu machen. Öffnet ihm die Türen! Macht ihm den Weg bereit! ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 27. November 2011, 1. Adventsonntag, Ev.: Mk 13,33-37 Ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam. Aus der Sonntagspredigt: ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 20. November 2011, Christkönigssonntag, Ev.: Mt 25,31-46 Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seit, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Aus der Sonntagspredigt: Gott will nicht Gegenstand des Ausspielens sein. Jesus sagt dies in seiner Lehre unmissverständlich. Was ihn an anderen Gutes getan habt, das zählt so, wie wenn ihr es an mir getan hättet. Aber auch was ihr anderen vorenthalten habt, das habt ihr mir vorenthalten. Es ist eine schwierige Aufgabe, die uns gestellt ist, wenn wir dieses Wort Jesu bedenken: Es bedeutet zu lernen, im anderen das Antlitz Christi zu sehen. Trotz all seiner Fehler, Schwächen, Unmöglichkeiten und allem anderen, was uns als Ausrede dienen kann. ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 13. November 2011, 33. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 25,14-30 Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen. Aus der Sonntagspredigt:
----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 6. November 2011, 32. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 25,1-13 Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Aus der Sonntagspredigt: Das Christentum ist eine Gemeinschaftsreligion. Jesus hat sie in dieser Form gegründet. Aber auch in der Konstitution der Communio kann sich der Einzelne nicht hinter dem Gesamten verstecken. Wer zur rechten Zeit seine Aufgabe nicht erledigt hat, bleibt außen vor. ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 30. Oktober 2011, 31. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 23,1-12 Wer sich selbst erhöht wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt wird erhöht werden. Aus der Sonntagspredigt: Begibt sich Jesus in diesem Evangelium nicht auf dünnes Eis? Er rät an, dass die Menschen das, was die Schriftgelehrten sagen tun sollen, aber das was sie selbst tun, das sollen sie nicht tun. Eröffnet er dadurch nicht die Möglichkeit, dass die Pharisäer demnach tun und lassen können, was sie wollen, wenn auf ihre Taten nicht geschaut werden soll? Ein Art Freischein für alles? Wohl kaum. Denn Jesus selbst lässt sich sehr wohl auch an seinen Taten messen: „Wie ich an euch getan, so sollt auch ihr … (vgl. Joh 13,15).“ Doch Jesus weiß, dass es dem Menschen nicht gelingt, Wort und Tat in Einklang zu bringen. Das Ziel, dies zu erreichen, besteht aber immer. ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 23. Oktober 2011, 30. Sonntag im Jahreskreis, Mt 22,34-40 Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Aus der Sonntagspredigt: Gottes- und Nächstenliebe sind ein einziges Wort. Jesus verhindert durch diese Antwort, dass die Gottesliebe und die Nächstenliebe gegeneinander ausgespielt werden, was die Pharisäer mit ihrer Frage bezweckt haben. Nach Jesu Wort ist es also ein einziges Gebot, Gott und den Mitmenschen zu lieben. Wer eines der beiden vergisst, tut auch das andere nicht richtig. Wer ein Christ ist, wird sich an der Erfüllung dieses Doppelgebotes messen lassen müssen. ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 16. Oktober 2011, 29. Sonntag im Jahreskreis, Mt 22,15-21 Da hielten die Leute Jesus einen Denar hin. Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten: Des Kaisers. Darauf sagte er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört und Gott, was Gott gehört! Aus der Sonntagspredigt: Was gehört Gott? Laut dem biblischen Psalm gehört Gott alles, die Erde und alles was auf ihr ist. Also auch der Mensch, jeder Mensch. Die Frage der Pharisäer dreht sich also zur Gegenfrage um: Was ist es, was ihr Gott vorenthaltet? Sind es wirklich nur Münzen oder ist es viel mehr? Entziehe ich mich selbst? ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 9. Oktober 2011, 28. Sonntag im Jahreskreis,Ev.: Mt 22, 1-14 Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete. Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen. Aus der Sonntagspredigt: Ein sehr ähnliches Gleichnis wie in der vergangenen Woche kommt heute zu Gehör: Die eingeladenen Gäste kommen nicht zu Feier. Sie gehen nach ihrem eigenen Willen vor und bringen die Boten um. Der König lädt andere Gäste ein; alle die angetroffen werden, sollen kommen. Einer kam mit ohne sich das Hochzeitsgewand anzuziehen. Für wen steht dieser Mann? Er steht für denjenigen, der sich nicht dem Ruf entsprechend verhält. Der zu Hohem gerufen ist, aber sich sagt, „Das tut es auch so.“ ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 2. Oktober 2011, 27. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 21,33-44 Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder. Aus der Sonntagspredigt: Das Gleichnis vom Weinbergbesitzer ist sehr gut aufgebaut. Es kommt klar zum Ausdruck, dass der Gutsherr nicht um etwas bittet, sondern das einfordert, was ihm zusteht. Die Winzer kommen der Verpflichtung nicht nach und leben so, als gäbe es keinen Gutsherrn. Nicht nur, dass sie den fremden Besitz missachten, so nehmen dem Herrn auch seine Knechte weg und zuletzt auch den Sohn. Für wen stehen die Winzer also in diesem Gleichnis? Sie stehen für jene, die das nicht geben, was sie einem anderen schulden. Jesus will betonen, dass es auch eine Verpflichtung Gott gegenüber gibt. Jeder Mensch ist also ein „Winzer“, ob ein guter oder ein schlechter, das entscheidet jeder selbst. ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 25. September 2011, 26. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 21,28-32 Da sagte der Gutsbesitzer zu den Arbeitern: Geht auch ihr zu meinen Weinberg. Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den letzten, bis hin zu den ersten. Aus der Sonntagspredigt: In den beiden Söhnen des heutigen Evangeliums spiegeln sich die Grundhaltungen der Gläubigen. Oftmals bejahen Menschen Gott, vergessen aber ihr Versprechen wieder und fallen in ein Leben zurück, das Gott nicht vorkommen lässt. Doch derjenige, der Gott trotzt, aber dann erkennt, dass es nicht recht gewesen ist, so zu tun, krempelt sein Leben wirklich um. Er geht dem Willen Gottes mehr nach, als der, der ihn vergessen hat. So kann es tatsächlich sein, dass Dirnen und Zöllner näher am Willen Gottes sind, als jene, die jeden Tag von Gott reden, ihn aber aus ihrem Leben gestrichen haben. ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 18. September 2011, 25. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 20,1-16a Der Gutsbesitzer sagt: Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich (zu anderen) gütig bin? So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten. Aus der Sonntagspredigt: Die Praxis, jedem Arbeiter unabhängig der Arbeitsleistung den gleichen Lohn zu verrechnen, ist uns fremd und unnachvollziehbar. Was will Jesus mit einer solchen Rede bewirken? Er deutet das Himmelreich, das nicht nach kaufmännischen Gesetzen aufgebaut ist. Der Tag im Evangelium entspricht dem Leben. Wer in diesem Leben, uns wäre es auch spät, darauf kommt, dass es notwendig ist, im Weinberg des Herrn zu arbeiten, der darf damit rechnen, dass diese Erkenntnis von Gott höher bewertet wird, als die Logik der Welt. ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 11. September 2011, 24. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 18,21-35 Petrus fragte Jesus: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebendundsiebzigmal. Aus der Sonntagspredigt: Jesus macht es dem Hörer dieses Gleichnisses sehr leicht: Sofort ist klar, wer hier der Gute und der Böse ist. Ein raffgieriger Diener, der nach oben hin buckelt, nach unten hin tritt! Solche Menschen mag man nicht. Doch wie viel Anteil der beiden Diener haben wir in uns? Wie viel bin ich „bereit“ von anderen anzunehmen? Wie viel anderen zu geben oder wenigstens ihnen zuzugestehen? Ist es übertrieben, in solchem egoistischen Verhalten den Anfang der Immobilien-, Wirtschafts- und Eurokrise zu sehen? ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 4. September 2011, 23. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 18,15-20 Jesus sagt zu den Jüngern: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Aus der Sonntagspredigt: Gottesdienst und Nächstendienst stehen unmittelbar nebeneinander. Diese beiden Grundhaltungen bedingen sich oder sind einzeln genommen unglaubwürdig. Jesus verweist darauf und stellt die Annahme der bewussten Entscheidung für oder gegen etwas sogar im Himmel fest. Auch die Aussage, dass das, was zwei oder drei erbitten, Erhörung findet, soll den gemeinschaftlichen Charakter des Gebetes zu Gott veranschaulichen. ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 28. August 2011, 22. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 16,21-27 Jesus sagte zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen
Drastische Situation: Jesus herrscht Petrus an „Weg mit dir, Satan!“ Was hat Petrus verbrochen, dass er derart verteufelt wird? Er hat, durchaus menschlich, sich nicht vorstellen wollen, dass Jesus leiden und sterben muss. Doch der, der sich gegen den Plan der Vorsehung stellt, macht sich zum Teufel. Wie oft entdecken wir, dass auch wir sehr gut wissen, was Gott zu tun hat? ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 21. August 2011, 21. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 16,13-20
Jesus sagte zu Petrus: Ich aber sage dir: Du
bist Petrus – der Fels -, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche
bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde
dir die Schlüssel des Himmelreiches geben. Jesus gibt seiner Kirche Macht. Macht, die ihm als Sohn Gottes zukommt. Macht, die sogar bis in den Himmel reicht. Petrus ist der Empfänger dieser Vollmachten, die Jesus in seiner Kirche haben will. Doch es ist keine Macht, wie sie die Welt kennt. Es ist die Binde- und Lösevollmacht, mittels derer die Menschheit von ihren Sünden befreit werden kann. Mit dem Wort vom Himmel drückt Jesus aus, dass es nur eine Kirche gibt. Die auf Erden ist die streitende Kirche, die gegen das Böse innerlich und äußerlich kämpfen muss, die im Fegefeuer ist die leidende, die Himmel die triumphierende. ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 14. August 2011, 20. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 15,21-26 Die Jünger traten zu Jesus und baten ihn: Befrei die Frau (von ihrer Sorge), denn sie schreit hinter uns her. Er antwortete ihr: ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Aus der Sonntagspredigt: Kennen Sie die Armbändchen „wwjd“? Es ist eine christliche Botschaft: What would Jesus do? Was würde Jesus tun? Jesus wird von einer Kanaanäerin gebeten zu helfen und sagt: Nein, dir nicht! Ist das christliches Handeln? Offenbar ja, denn der Herr ist das Vorbild. Verständlich wird diese Begegnung nur, wenn man die Fortsetzung erfährt, wo Jesus die Heilungsbitte der Frau erfüllt. Grund ist der Glaube der Frau, der den Herrn beeindruckt. Es geht nicht um Kanaanäer, Griechen, gebildet oder nicht, reich oder arm. Es geht darum, wer glaubt. Jesus will nicht Vorbild im Ablehnen von Bitten sein, sondern im Ernstnehmen von Glaubensentscheidungen. ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 7. August 2011, 19. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 14,22-33 Als Petrus sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Aus der Sonntagspredigt: Für Gott ist nichts unmöglich. Sogar die Gesetze, die er der Natur gegeben hat, kann es wider aufheben. Doch Gott tut dies nicht um der Sensation wegen oder um einen Vorteil dadurch zu erhalten, er tut es wegen der Menschen. Wo Menschen verunsichert, in Not, verzweifelt sind, da will er bei ihnen sein. Und wenn es sein muss, setzt er für die Nähe zu den Menschen die Naturgesetzte außer Kraft. ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 31. Juli 2011, 18. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 14,13-21 Jesus antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische bei uns. Darauf antwortete er: Bringt sie her! Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Aus der Sonntagspredigt: Die Kirche Gottes möge sich ein Wort ihres Herrn für alle Zeiten merken: „Sie brauchen nicht wegzugehen.“ Die Kirche ist immer einladend. Sie soll das ihr anvertraute Heil so verwalten, dass niemand weg zu gehen braucht, weil er es in ihr nicht finden kann. „Gebt ihr ihnen zu essen!“ Dieser Auftrag umfasst nicht nur den Hunger des Leibes zu stillen, sondern im Besonderen den der Seele. Wie schön wäre es, wenn die Menschen „satt“ aus der Kirche kämen! ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 24. Juli 2011, 17. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 13,44-52 Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was der besaß und kaufte sie. Aus der Sonntagspredigt: Drei Gleichnisse erzählt Jesus seinen Hörern. Auf den ersten Blick sind alle leicht verständlich. Es geht um Wertvolles. Und auch um mehr: Das eigentlich Wertvolle ist verborgen; in der Erde, unter anderem Gerät oder im Meer. Man kann es nicht auf den ersten Blick erkennen. Oft verlangt es Geduld um bis zum gesuchten Schatz vorzudringen. Wer nicht das Wertvolle im Blick hat, kann sich auf der Suche danach verlaufen und bei allem Möglichen stehen bleiben. Doch das Leben hält nicht an, es geht immer weiter. Vertun wir die Zeit nicht mit den Belanglosen, sondern suchen wir das Wertvolle, besser: DEN Wertvollen! ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 17. Juli 2011, 16. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 13,24-43 Es ist das kleinste von allen Samenkörnern: sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten. Aus der Sonntagspredigt: Wiederum ein, Gleichnis aus der Landwirtschaft: Gott als Bauer. Sein guter Samen wird vom Feind mit Unkrautsamen durchmischt. Doch Gott achtet mehr auf sein gutes Werk als auf das des Feindes. Um seine Saat nicht auszureißen, lässt er auch das Unkraut stehen. Im Leben der Menschen lässt Gott dem „Unkraut“ ebenfalls lange Zeit um die Möglichkeit zu geben für etwas, was die Natur nicht kann: sich zu bekehren. Der Mensch hingegen kann vom Unkraut zur reichen Ernte werden, wenn er sich bekehrt. ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 10. Juli 2011, 15. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 13,1-23 Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Aus der Sonntagspredigt: Gott sieht die Welt des Menschen sehr realistisch. Er weiß, dass sein Wort nicht in jedem Menschen auf den wünschenswerten, fruchtbaren Boden fällt. Natürlich wäre das das Ziel. Allerdings, das lehrt uns die Erfahrung, taugt der Boden nichts, wird darauf auch nichts wachsen. Wo jedoch der Boden gut ist und genügend Wasser da ist, wächst die Frucht. Der Mensch ist von Gott aus dem Boden genommen und mit dem Leben beschenkt worden. Dass der „Boden“ gut und fruchtbar ist, das kann der Mensch selbst dazu tun. ----------------------------------------------------------------------------------------- Das Evangelium vom Sonntag: 3. Juli 2011, 14. Sonntag im Jahreskreis, Ev.: Mt 11,25-30
Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein
Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und
meine Last ist leicht. Spezialisieren ist eine ganz wichtige Eigenschaft, sie gibt es bei den Ärzten, Rechtsanwälten im Einzelhandel und bei vielen anderen auch. Wer in eine solche spezialisierte Gruppe fällt, ist ein Experte, von dem man annehmen darf, dass er sich am besten auskennt. Gott geht nicht zum Experten. Gott hat seine Geheimnisse anderen anvertraut, nicht Großen und Gebildeten, sondern den Unmündigen. Für Gottes Wort braucht man keine Qualifikation dieser Welt. Wer ein Herz hat, der versteht ihn. -----------------------------------------------------------------------------------------
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